„Living Library“ in der Stadtbibliothek Fürstenwalde zum Thema „Fluchtgeschichten und Ankommen“

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Am 23.09.2016 von 10 bis 18 Uhr führt die Stadtbibliothek Fürstenwalde eine Living Library durch. Kooperationspartner ist das Eine Welt Projekt / Ev. Kirchenkreis Oderland-Spree, begleitet wird das Gesamtprojekt vom Anne Frank Zentrum in Berlin.
Bei einer Living Library werden in kleinen Gesprächsrunden interessierte Menschen („Leser“) und „Bücher“ (Erzählende) zusammengebracht. „Leser“ und „Buch“ können sich für ca. 20-30 Minuten aktiv unterhalten.
Thema der Living Library an dem Tag sind generationsübergreifende Fluchtgeschichten  aus diversen Kontexten: aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges, der DDR-Zeit und auch aus der Gegenwart und der Situation von Geflüchteten heute.

Sowohl am Vormittag als auch am Nachmittag sind interessierte „Leser“ sehr gerne im Tivoli der Kulturfabrik Fürstenwalde gesehen. Als „Bücher“ stehen Menschen mehrerer Generationen, aus verschiedenen Ländern und mit unterschiedlichen Fluchterfahrungen für Gespräche und persönlichen Austausch zur Verfügung.
Das Gespräch lebt von Neugier, Offenheit und den gegenseitigen Fragen:
Sie mussten sich in Ihrem Leben auf die Flucht begeben? Aus NS-Deutschland? Aus der DDR? Aus einem anderen Land?
Wie hat sich Ihre Ankunft hier in Deutschland gestaltet?

Wir wollen mit der Lebendigen Bibliothek einen Ort zum Begegnen schaffen, den Dialog zwischen alten und neuen Nachbarn stärken und den Respekt für einander stärken.

Begleitend zur Living Library gibt es in der Stadtbibliothek vom 19.09. bis 07.10.2016 eine kleine Ausstellung des syrisch-deutschen Netzwerkes Adopt a revolution, mit Bildern und Berichten (mp3) von engagierten Menschen, die noch in Syrien sind:

Wir bleiben trotzdem – Menschen aus Syrien erzählen von 5 Jahren zivilem Aufstand.

Mehr als fünf Jahre Verfolgung, Gewalt und Krieg zum Trotz haben sie sich entschlossen, ihr Land nicht zu verlassen.  Sie erzählen uns ihre persönliche Geschichte vom Aufstand. Ob als Teilnehmende an den ersten friedlichen Demonstrationen, als Zeugen der systematischen Hun­gerblockaden des Assad-Regimes oder als Be­troffene von russischen Luftangriffen. Diese Berichte lassen uns besser verstehen, was es heißt, inmitten eines Krieges weiter an friedlichen Zielen und Werten zu arbeiten, und gleichzeitig den Alltag zu bewältigen.

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