Schulung für Ehrenamtliche: Traumasensibler und empowernder Umgang mit Geflüchteten

header-image_1000x991

Datum: 22. & 23. Mai 2017
Ort: Haus der Diakonie, Berlin-Steglitz

Ein Großteil der nach Deutschland geflüchteten Menschen ist durch verschiedene erschütternde Erfahrungen vor, während und nach ihrer Flucht psychisch stark belastet, viele sind durch das Erlebte traumatisiert. Eine unglaublich hohe Anzahl an Menschen engagieren sich, um Geflüchteten ein einigermaßen gutes Ankommen in Deutschland zu ermöglichen. Manchmal berichten Geflüchtete auch von ihren Erfahrungen, was bei ehrenamtlichen HelferInnen zu Belastung, Sorgen und Betroffenheit führen kann. Vor diesem Hintergrund entstehen viele praktische Fragen: Wie kann eine traumasensible und empowernde Unterstützung und Begleitung Geflüchteter aussehen? Ab wann muss eine professionelle psychologische Hilfe hinzugezogen werden? Wie kann die eigene Handlungsfähigkeit und -sicherheit gestärkt werden?

Wenn Sie sich als EhrenamtlicheR diese und ähnliche Fragen stellen, können Sie sich noch für unsere Schulung am 22. und 23. Mai 2017 in Berlin anmelden.

Im Rahmen der BAfF Akademie – Flucht und Psychosoziale Gesundheit werden Elise Bittenbinder (Vorsitzende, BAfF & stellvert. Leiterin von Xenion), Sibel Atasayi (Referentin BAfF & Psychotherapeutin i.A. bei Xenion) und Lea Flory (Mitarbeiterin der BAfF) als Referentinnen zur Verfügung stehen. In der Schulung werden Grundlagen zur Erkennung von Trauma und Traumafolgestörungen vermittelt und Besonderheiten im Umgang mit traumatisierten und psychisch belasteten Geflüchteten vorgestellt.

Speziell für die Bedarfe von ehrenamtlichen HelferInnen in der Flüchtlingshilfe wurde eine Fortbildung konzipiert, die eine Einführung in die Arbeit mit geflüchteten Menschen mit traumatischen Erfahrungen gibt. Es werden folgende Themen behandelt:

  • Grundlagen zur Erkennung von Trauma und Traumafolgestörungen
  • Vermittlung von allgemeinen Prinzipien und Besonderheiten im Umgang mit traumatisierten und psychisch belasteten Geflüchteten
  • Besonderheiten im Umgang und Facetten der Arbeit mit Menschen, die Opfer von menschengemachter und kollektiver Gewalt geworden sind
  • Besondere Achtsamkeit in der Beziehung (Nähe und Grenzziehung) und im Rollenverständnis der helfenden / unterstützenden AkteurInnen
  • Erkennen von Frühwarnzeichen einer eigenen psychischen Erschöpfung (Burnout)
  • Vermittlung von Techniken zur Selbstfürsorge und zum achtsameren Umgang mit eigenen Ressourcen
  • Gesetzliche Rahmenbedingungen der psychosozialen Arbeit mit Geflüchteten wie das Asyl- und Aufenthaltsgesetz, sowie wichtige europäische internationale Richtlinien

Traumasensibler und empowernder Umgang mit Geflüchteten. Schulung für Ehrenamtliche (Kursnummer 032017)

Schulungszeit:
Montag, 22. Mai 2017, 9 – 17 Uhr, Dienstag, 23. Mai 2017, 09 – 13 Uhr

Veranstaltungsort:
Haus der Diakonie in der Paulsenstraße 55-56 in 12163 Berlin-Steglitz

Teilnahmegebühr:
30,00 € (Verpflegung für beide Schulungstage und Seminarunterlagen)

Anmeldung:
Bis zum 12. Mai per Mail an fortbildung@baff-zentren.org

Hinweis:
Diese Schulung richtet sich explizit an ehrenamtlich Helfende, weshalb die Teilnahmegebühr nur die Kostendeckung für Verpflegung und Seminarunterlagen enthält. Daher werden auch nur Anmeldungen von Ehrenamtlichen angenommen.

Weitere Informationen zur BAfF Akademie auf http://www.baff-zentren.org/akademie/

Buch: So schaffen wir das – eine Zivilgesellschaft im Aufbruch

9783837638295_720x720

So schaffen wir das – eine Zivilgesellschaft im Aufbruch
90 wegweisende Projekte mit Geflüchteten

In der Auseinandersetzung mit Flucht hat sich die deutsche Zivilgesellschaft neu aufgestellt. Zwischen 2015 und 2016 sind etwa 15.000 Projekte entstanden, in denen kreative Antworten auf die vielfältigen Herausforderungen der Zuwanderung gefunden wurden. Sie bilden eine Alternative zu Panikreaktionen, die den einzigen Umgang mit Flucht in Kontrollen und Abschreckung sehen. In diesem Band werden 90 beispielhafte Projekte dargestellt. Sie zeigen, welche Kraft zur Bewältigung von gesellschaftlichen Problemen in der gegenwärtigen Zivilgesellschaft zu finden ist – und welches Potenzial zu einem neuen Miteinander nicht nur im Umgang mit Zuwanderern, sondern auch innerhalb der Zivilgesellschaft steckt.

Diese Publikation wurde gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration.

Weitere Infos zur Bestellung + Download des Volltexts als PDF:
http://www.transcript-verlag.de/978-3-8376-3829-5/so-schaffen-wir-das-eine-zivilgesellschaft-im-aufbruch?c=1571

Förderprogramm „Miteinander, füreinander! Begegnungen mit Flüchtlingen gestalten“

Bildschirmfoto 2017-05-15 um 11.43.14

Die Robert Bosch Stiftung fördert im Rahmen des Programms Miteinander, füreinander! Begegnungen mit Flüchtlingen gestalten Praxisprojekte, die Begegnungen auf Augenhöhe zwischen Flüchtlingen und der lokalen Bevölkerung vor Ort initiieren.

Um eine Förderung bewerben können sich Initiativen aus Kommunen mit bis zu 100.000 Einwohnern oder strukturschwache Regionen. Die Höchstfördersumme beträgt 20.000 Euro. Die Mindestprojektlaufzeit beträgt drei Monate.

Nicht gefördert werden Einzelveranstaltungen (z.B. Willkommensfeste) sowie reine Sprachkurse und Projekte zur Traumabewältigung. Auch  Begegnungscafés, Onlineangebote für Flüchtlinge oder reine Freizeitaktivitäten können nicht gefördert werden.

Es gibt keine Bewerbungsfrist. Bewerbungen sind laufend möglich.

Mehr Infos:
Robert Bosch Stiftung GmbH
Heidehofstr. 31
70184 Stuttgart
T. 0711.46 08 40
http://www.bosch-stiftung.de

Sammelabschiebung nach Afghanistan

Information vom Brandenburger Flüchtlingsrat:

Liebe Kolleg_innen und Berater_innen, liebe Aktive und Interessierte,

am kommenden Montag oder Dienstag (24. oder 25.04.2017) wird aller Voraussicht nach eine erneute Sammelabschiebung nach Afghanistan erfolgen, wobei unklar ist von welchem Flughafen der Sammelcharter starten wird. Bisher liegen uns keine Informationen darüber vor, ob Personen aus Brandenburg davon betroffen sein werden. Solltet ihr Informationen über in Abschiebehaft befindliche Personen aus Afghanistan oder sonstige Hinweise darauf haben, dass auch Menschen aus Brandenburg betroffen sein könnten – dann meldet euch bitte bei uns.

Der Bayerische Flüchtlingsrat weist auf folgende Informationen hin, die auch für euch hilfreich sein könnten:

Informationen über die Rechte potentiell Betroffener: http://www.fluechtlingsrat-bayern.de/material-507.html

Hier gibt es Informationen gegen die Angst, auch auf Dari und Paschtu >>>

Eine Stellungnahme zur möglichen Strafbarkeit von Ehrenamtlichen bezüglich Beihilfe zum illegalen Aufenthalt gibt es hier >>>

Beste Grüße,
Kirstin Neumann

http://www.fluechtlingsrat-brandenburg.de/

PRO ASYL: Petition zu Familiennachzug

Bildschirmfoto 2017-04-24 um 13.42.58

Viele Flüchtlinge in Deutschland sind gezwungen, lange Zeit von ihren Familien getrennt zu leben. Die Situation ist unerträglich und muss geändert werden. Appellieren Sie mit uns an die Abgeordneten des Deutschen Bundestages!

>> Petition hier unterzeichnen <<

Demnächst wird sich der Deutsche Bundestag erneut mit der Frage des Familiennachzugs zu hier lebenden Flüchtlingen befassen. Der Nachzug zu subsidiär geschützten Flüchtlingen ist bis März 2018 komplett ausgesetzt – mit fatalen Folgen. Während ein Familienmitglied in Sicherheit ist, müssen die anderen um ihr Leben fürchten.

Der Deutsche Bundestag entscheidet nun, ob diese erzwungene Trennung von Flüchtlingsfamilien beendet wird. Am 27. April liegen dem Parlament entsprechende Gesetzesentwürfe und Anträge der Fraktionen Bündnis 90/Die Grünen und Die Linke zur Abstimmung vor.

Auch anerkannte Flüchtlinge müssen um ihre Familienmitglieder bangen. In den deutschen Botschaften in Amman, Beirut oder Ankara dauert es viele Monate, bis die Menschen überhaupt nur einen Termin zur Vorsprache erhalten. Bis zur Visumerteilung vergehen dann weitere Wochen und Monate, in denen die Familien getrennt sind.

PRO ASYL fordert die Abgeordneten dazu auf, die inhumane Trennung von Flüchtlingsfamilien zu beenden, und hat eine öffentliche Petition gestartet.

Seminar: Die Türkei nach dem Referendum

HBS+Brandenburg_zweizeilig_rgb

Datum: Samstag, 06.05.2017
Uhrzeit: 10.00-17.30 Uhr

Ort:
Treffpunkt Freizeit
Am Neuen Garten 64
14469 Potsdam

Bei dem Referendum über die Einführung eines Präsidialsystems steht in der Türkei nichts Geringeres zur Wahl als die Restrukturierung des Staates. Wir wollen die gegenwärtigen Spannungen in der Türkei jenseits von Verschwörungstheorien verstehen. Vor dem Hintergrund des autoritären Sicherheitsdenkens und neoliberalen Gesellschaftsmodells in der Türkei befassen wir uns mit den vielfältigen Facetten der jüngsten Entwicklungen.

Im Mittelpunkt stehen folgende Fragen: Wie können wir die gegenwärtigen Entwicklungen in der Türkei im historischen Kontext verstehen und sie mit Blick auf die globalen und regionalen Veränderungsprozesse erklären? Wer sind die Akteure, welche Motivationen liegen ihren Handlungen zu Grunde und welche politischen Ziele verfolgen sie? Welche Perspektiven sind (noch) vorhanden für eine demokratische Zivilgesellschaft?

Dieses Seminar richtet sich speziell an ehrenamtlich Engagierte in der Flüchtlingsarbeit, bei NGOs, politischen Organisationen und Parteien, sowie Vereinen.

Dr. Mehmet Gökhan Tuncer ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Sozialwissenschaften an der Humboldt Universität zu Berlin im Fachbereich Vergleichende Demokratieforschung und Politische Systeme Osteuropas. Er hat zum Thema der Ausbreitung neoliberaler Gouvernementalität in der Türkei promoviert und gibt in der Türkei sowie in Deutschland Seminare zur politischen Lage in der Türkei.

Dr. Alphan Tuncer promovierte nach dem Masters Studium der Internationale Beziehungen an der School of Oriental and African Studies (University of London) an der HU Berlin über die Transformation der türkischen Gesellschaft und ihre Außenpolitik während des Kalten Krieges. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören die Innen- und Außenpolitik der Türkei, die Außenpolitik der MENA-Region (Nahost und Nordafrika) und EU-MENA Beziehungen.

Teilnahmebedingungen:
Seminarbeitrag 40 Euro
Eine verbindliche Anmeldung per Email unter anmeldung@boell-brandenburg.de ist erforderlich.

Die Veranstaltung finden Sie hier auf Facebook und im Kalender der Heinrich-Böll-Stiftung Brandenburg.

Projekt „Jobbrücke für Geflüchtete“

Bildschirmfoto 2017-04-18 um 11.53.13
Die Zuwanderung von geflüchteten Menschen, vor allem aus Ländern wie Syrien, Afghanistan, Eritrea, Somalia, dem Irak, Iran, Nigeria, Pakistan, Somalia hat Deutschland und insbesondere auch Berlin in den letzten beiden Jahren vor enorme Herausforderungen gestellt.
Mit dem Projekt Jobbrücke für Geflüchtete verfolgt das Diakonische Werk Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz e. V. das Ziel, die Zugangschancen der NeuzuwanderInnen zu verbessern und Sie in die gesellschaftlichen Kernbereiche einzugliedern.
Der Schwerpunkt des Projekts liegt in der beruflichen Erstintegration geflüchteter Menschen. Im Rahmen des Bürgerschaftlichen Engagements übernehmen Ehrenamtliche PATENSCHAFTEN für arbeitsuchende geflüchtete Menschen. Im Kontext einer individuellen sowie prozess- und ressourcenorientierten Beratung und Begleitung greifen die PAT_INNEN auf eigene Erfahrungen und Kompetenzen in Bereichen wie Personalentwicklung, Beratung und/oder Coaching zurück. Die ehrenamtliche Arbeit mit geflüchteten Menschen verlangt ein breites Spektrum von Kompetenzen und Anforderungen, speziell im interkulturellen und auch interreligiösen Bereich. Die Förderung dieser Kompetenzen wird durch regelmäßige Workshops und Supervisionen gewährleistet.

Alle weiteren Infos zum Projekt: http://jobbruecke.patenmodell.de/