Kino verbindet: „Der Himmel wird warten“ im Filmtheater Union

Datum: Freitag, 28. April 2017
Uhrzeit: 18 Uhr
Ort: Filmtheater Union (Fürstenwalde, Berliner Str. 10)

„Der Himmel wird warten“ (Le Ciel attendra)
Ein Film über den Daesh, den so genannten Islamischen Staat, und wie er im Internet junge Leute in Europa rekrutiert.

Spielfilm, Frankreich 2016
Regie: Marie-Castille Mention-Schaar
105 min, Deutsche Fassung
FSK: ab 12

Im Anschluss Filmgespräch mit Menschen, die vor dem IS geflüchtet sind.

Kino verbindet – ein gemeinsames Projekt vom Eine Welt Projekt/Ev. Kirchenkreis Oderland-Spree und dem Filmtheater Union, Fürstenwalde

Zum Film:
Ist das nicht zu dick aufgetragen? 16-jährige Mädchen, die von Frankreich aus in den Dschihad ziehen, um ihren Eltern Tickets fürs Paradies zu sichern? Leider nicht: Der Film „Der Himmel wird warten“ erzählt eine viel zu wahre Geschichte, von Eltern, deren Haus nachts von Antiterroreinheiten gestürmt wird, weil ihr Sohn einen Anschlag plante. Von Müttern, die morgens vor dem leeren Bett im Kinderzimmer stehen, weil ihre Tochter tatsächlich abgehauen ist in die Türkei, und von dort in die IS-Gebiete. So ähnlich ist es mit Sonia und Mélanie, zwei behüteten 16-jährigen Mädchen, deren exemplarische Geschichten der Film erzählt: Sonia wird festgenommen, weil sie in Anschlagsvorbereitungen verwickelt war. Mélanie wird im Netz angeworben und verschwindet nach Syrien. Ihre Mutter versucht nun vergeblich, sie aus der Ferne zu finden – oder gar selbst in die IS-Gebiete zu fahren. Die Regisseurin will vor allem zeigen, wie es so weit kommen kann. Wie es den Anwerbern gelingt, sich in wohlbehütete Teeniezimmer einzuschleichen. Bei Mélanie ist es der Löwenprinz, eine Facebook-Bekanntschaft. Eine Geschichte aus Frankreich, die viele miteinander verbindet.

Sammelabschiebung nach Afghanistan

Information vom Brandenburger Flüchtlingsrat:

Liebe Kolleg_innen und Berater_innen, liebe Aktive und Interessierte,

am kommenden Montag oder Dienstag (24. oder 25.04.2017) wird aller Voraussicht nach eine erneute Sammelabschiebung nach Afghanistan erfolgen, wobei unklar ist von welchem Flughafen der Sammelcharter starten wird. Bisher liegen uns keine Informationen darüber vor, ob Personen aus Brandenburg davon betroffen sein werden. Solltet ihr Informationen über in Abschiebehaft befindliche Personen aus Afghanistan oder sonstige Hinweise darauf haben, dass auch Menschen aus Brandenburg betroffen sein könnten – dann meldet euch bitte bei uns.

Der Bayerische Flüchtlingsrat weist auf folgende Informationen hin, die auch für euch hilfreich sein könnten:

Informationen über die Rechte potentiell Betroffener: http://www.fluechtlingsrat-bayern.de/material-507.html

Hier gibt es Informationen gegen die Angst, auch auf Dari und Paschtu >>>

Eine Stellungnahme zur möglichen Strafbarkeit von Ehrenamtlichen bezüglich Beihilfe zum illegalen Aufenthalt gibt es hier >>>

Beste Grüße,
Kirstin Neumann

http://www.fluechtlingsrat-brandenburg.de/

Seminar: Die Türkei nach dem Referendum

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Datum: Samstag, 06.05.2017
Uhrzeit: 10.00-17.30 Uhr

Ort:
Treffpunkt Freizeit
Am Neuen Garten 64
14469 Potsdam

Bei dem Referendum über die Einführung eines Präsidialsystems steht in der Türkei nichts Geringeres zur Wahl als die Restrukturierung des Staates. Wir wollen die gegenwärtigen Spannungen in der Türkei jenseits von Verschwörungstheorien verstehen. Vor dem Hintergrund des autoritären Sicherheitsdenkens und neoliberalen Gesellschaftsmodells in der Türkei befassen wir uns mit den vielfältigen Facetten der jüngsten Entwicklungen.

Im Mittelpunkt stehen folgende Fragen: Wie können wir die gegenwärtigen Entwicklungen in der Türkei im historischen Kontext verstehen und sie mit Blick auf die globalen und regionalen Veränderungsprozesse erklären? Wer sind die Akteure, welche Motivationen liegen ihren Handlungen zu Grunde und welche politischen Ziele verfolgen sie? Welche Perspektiven sind (noch) vorhanden für eine demokratische Zivilgesellschaft?

Dieses Seminar richtet sich speziell an ehrenamtlich Engagierte in der Flüchtlingsarbeit, bei NGOs, politischen Organisationen und Parteien, sowie Vereinen.

Dr. Mehmet Gökhan Tuncer ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Sozialwissenschaften an der Humboldt Universität zu Berlin im Fachbereich Vergleichende Demokratieforschung und Politische Systeme Osteuropas. Er hat zum Thema der Ausbreitung neoliberaler Gouvernementalität in der Türkei promoviert und gibt in der Türkei sowie in Deutschland Seminare zur politischen Lage in der Türkei.

Dr. Alphan Tuncer promovierte nach dem Masters Studium der Internationale Beziehungen an der School of Oriental and African Studies (University of London) an der HU Berlin über die Transformation der türkischen Gesellschaft und ihre Außenpolitik während des Kalten Krieges. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören die Innen- und Außenpolitik der Türkei, die Außenpolitik der MENA-Region (Nahost und Nordafrika) und EU-MENA Beziehungen.

Teilnahmebedingungen:
Seminarbeitrag 40 Euro
Eine verbindliche Anmeldung per Email unter anmeldung@boell-brandenburg.de ist erforderlich.

Die Veranstaltung finden Sie hier auf Facebook und im Kalender der Heinrich-Böll-Stiftung Brandenburg.

Iran heute – Herausforderungen und Chancen eines Landes

Tagung der Bundeszentrale für politische Bildung am 22. April 2017 in Berlin

Termin: 22. April 2017, 13:00 bis 22:00 Uhr
Ort: Auditorium Friedrichstraße, Quartier 110, Friedrichstraße 180, 10117 Berlin
Anmeldung: http://www.bpb.de/246013
Teilnahmegühr: keine

Die Bundeszentrale für politische Bildung/bpb lädt Sie herzlich ein zur Tagung „Iran heute – Herausforderungen und Chancen eines Landes“ am 22. April 2017 im Auditorium Friedrichstraße in Berlin.

Das Jahr 2017 wird für Iran wegweisend sein, denn am 19. Mai steht die Wahl des Staatspräsidenten an. Der Amtsinhaber Hassan Rohani kämpft um eine zweite Amtszeit und sieht sich dabei Kritik der klerikalen Führer des Landes ausgesetzt. Obwohl der Wächterrat der Islamischen Republik auch die Wahlmöglichkeiten der Bevölkerung eingrenzt, ! kam es be i den vergangenen Wahlen immer wieder zu Überraschungen. Darüber hinaus beeinflussen zahlreiche externe Faktoren die Zukunft Irans: Das Machtgefüge der das Land umgebenden Region verschiebt sich und auch die US-Außenpolitik unter Donald Trump ist eine andere als zuvor.

Um solche und weitere Entwicklungen besser einordnen zu können, bedarf es tiefergehender Kenntnisse des Landes – weit über die Politik hinaus. Im Rahmen der neuesten Ausgabe der Tagungsreihe bpb:METRO geben Fachleute unterschiedlicher Disziplinen daher wichtige Einblicke in Wirtschaft, Kunst und Kultur, Jugendbewegungen sowie in die Bedeutung von Sport, Religion und Bildung des gegenwärtigen Iran.

Neben Podiumsdiskussionen und Vorträgen können die Teilnehmenden Iran auch mit anderen Sinnen erleben. Die Jazzband CYIMINOLOGY und DJane Sadaf sorgen für musikalisches Entertainment sorgen und F! otografie n von Oliver Hartung und Soheila Sanamno werden ausgestellt. Ein Get-together mit iranisch-orientalischem Buffet rundet die Tagung ab.

Weitere Informationen und das Gesamtprogramm finden Sie unter: http://www.bpb.de/246013

Aufgrund begrenzter Teilnehmendenkapazität bitten wir um Anmeldung bis 18. April 2017.

Kontakt für inhaltliche Rückfragen:
Bundeszentrale für politische Bildung
Milena Mushak
Tel.: 030-254 504 418
Email: milena.mushak@bpb.de

Afghanistan – (k)ein sicheres Land!

Das Bildungswerk Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung in Kooperation mit Asyl in der Kirche Berlin e.V. laden herzlich ein zu einem Infoabend über Afghanistan.

Wann?
Mittwoch, 29.März 2017, 19.00 Uhr

Wo?
Foyer Heilig-Kreuz-Kirche, Zossener Str. 65, 10961 Berlin

Seit Dezember 2016 werden Afghanen nach Kabul abgeschoben. Es gäbe sichere Regionen im Land, so die Bundesregierung. Auf vielen Ebenen regt sich dagegen Widerstand. Nicht zuletzt der UNHCR hat in seinem Bericht Ende 2016 deutlich gemacht, wie schlecht es um die Sicherheitslage der Bevölkerung bestellt ist.

Als Referenten zugesagt haben:
Herr Thomas Ruttig, Co-Direktor des Afghanistan Analysis Network und regelmäßiger Autor bei der taz, der sich seit Ende der 1980er Jahre regelmäßig in Afghanistan aufhält. Von ihm möchten wir eine Einschätzung der aktuellen Situation vor Ort für die Bevölkerung und für Geflüchtete, die aus Deutschland dorthin abgeschoben wurden.
Frau Katharina Müller, vom Flüchtlingsrat Berlin, wird über die Situation geflüchteter Afghanen in Berlin und über die Debatte auf politischer Ebene berichten.
Herr Kava Spartak vom Verein YAAR, der als afghanisches Kultur- und Beratungszentrum in Berlin den direkten Kontakt mit geflüchteten Afghanen hat. Hier erbitten wir eine Darstellung der Situation von Betroffenen.
Herr Bernhard Fricke, Mitglied im Vorstand von Asyl in der Kirche Berlin e.V. und Flüchtlingspfarrer im Kirchenkreis Potsdam wird als Moderator durch den Abend führen.

Wir möchten mit diesem Abend interessierte Berlinerinnen und Berliner informieren. Wir hoffen, durch die Darstellung der Lage in Afghanistan, der politischen Situation Geflüchteter aus Afghanistan in Berlin und durch die persönliche Sicht, ein umfassendes Bild zeigen zu können. Im Anschluss an die Vorträge der ReferentInnen wird es Zeit für Fragen und Diskussion geben.
Diese Veranstaltung wird realisiert mit Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin.

Filmreihe „Kino verbindet“ zeigt den Film „No Land’s Song“ im Filmtheater Union

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Filmreihe „Kino verbindet“ in Kooperation mit dem Filmtheater Union in Fürstenwalde:
Wir zeigen Filme, die Menschen zusammen und ins Gespräch bringen. Filme aus verschiedenen Ländern, Filme, die eine besondere Bedeutung haben.
Immer geht es darum, ins Gespräch zu kommen, miteinander zu diskutieren und Gemeinsamkeiten zu finden.

Freitag, 31.03.2017 – 18 Uhr , im Rahmen der Fürstenwalder Frauenwoche:
„No Land’s Song“ (Iran 2014, OmU)
Seit der Islamischen Revolution von 1979 ist es Frauen im Iran verboten, öffentlich Solo zu singen – zumindest vor einem männlichen Publikum. Die junge Komponistin Sara Najafi widersetzt sich der Zensur und den Tabus und ist fest entschlossen, in ihrer Heimatstadt Teheran ein offizielles Konzert für weibliche Solosängerinnen zu organisieren. Um sich Unterstützung für diese große Herausforderung zu holen, laden Sara und die iranischen Sängerinnen Parvin Namazi und Sayeh Sodeyfi drei Sängerinnen aus Paris ein: Elise Caron, Jeanne Cherhal und Emel Mathlouthi. Sie sollen vor Ort an dem Musikprojekt mitarbeiten und dadurch eine musikalische Verbindung zwischen Frankreich und dem Iran wiederbeleben.
Website des Films: http://nolandssong.com/
Facebook-Event: https://www.facebook.com/events/1485550031465328/