Förderprogramm „Miteinander, füreinander! Begegnungen mit Flüchtlingen gestalten“

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Die Robert Bosch Stiftung fördert im Rahmen des Programms Miteinander, füreinander! Begegnungen mit Flüchtlingen gestalten Praxisprojekte, die Begegnungen auf Augenhöhe zwischen Flüchtlingen und der lokalen Bevölkerung vor Ort initiieren.

Um eine Förderung bewerben können sich Initiativen aus Kommunen mit bis zu 100.000 Einwohnern oder strukturschwache Regionen. Die Höchstfördersumme beträgt 20.000 Euro. Die Mindestprojektlaufzeit beträgt drei Monate.

Nicht gefördert werden Einzelveranstaltungen (z.B. Willkommensfeste) sowie reine Sprachkurse und Projekte zur Traumabewältigung. Auch  Begegnungscafés, Onlineangebote für Flüchtlinge oder reine Freizeitaktivitäten können nicht gefördert werden.

Es gibt keine Bewerbungsfrist. Bewerbungen sind laufend möglich.

Mehr Infos:
Robert Bosch Stiftung GmbH
Heidehofstr. 31
70184 Stuttgart
T. 0711.46 08 40
http://www.bosch-stiftung.de

Kino verbindet: „Der Himmel wird warten“ im Filmtheater Union

Datum: Freitag, 28. April 2017
Uhrzeit: 18 Uhr
Ort: Filmtheater Union (Fürstenwalde, Berliner Str. 10)

„Der Himmel wird warten“ (Le Ciel attendra)
Ein Film über den Daesh, den so genannten Islamischen Staat, und wie er im Internet junge Leute in Europa rekrutiert.

Spielfilm, Frankreich 2016
Regie: Marie-Castille Mention-Schaar
105 min, Deutsche Fassung
FSK: ab 12

Im Anschluss Filmgespräch mit Menschen, die vor dem IS geflüchtet sind.

Kino verbindet – ein gemeinsames Projekt vom Eine Welt Projekt/Ev. Kirchenkreis Oderland-Spree und dem Filmtheater Union, Fürstenwalde

Zum Film:
Ist das nicht zu dick aufgetragen? 16-jährige Mädchen, die von Frankreich aus in den Dschihad ziehen, um ihren Eltern Tickets fürs Paradies zu sichern? Leider nicht: Der Film „Der Himmel wird warten“ erzählt eine viel zu wahre Geschichte, von Eltern, deren Haus nachts von Antiterroreinheiten gestürmt wird, weil ihr Sohn einen Anschlag plante. Von Müttern, die morgens vor dem leeren Bett im Kinderzimmer stehen, weil ihre Tochter tatsächlich abgehauen ist in die Türkei, und von dort in die IS-Gebiete. So ähnlich ist es mit Sonia und Mélanie, zwei behüteten 16-jährigen Mädchen, deren exemplarische Geschichten der Film erzählt: Sonia wird festgenommen, weil sie in Anschlagsvorbereitungen verwickelt war. Mélanie wird im Netz angeworben und verschwindet nach Syrien. Ihre Mutter versucht nun vergeblich, sie aus der Ferne zu finden – oder gar selbst in die IS-Gebiete zu fahren. Die Regisseurin will vor allem zeigen, wie es so weit kommen kann. Wie es den Anwerbern gelingt, sich in wohlbehütete Teeniezimmer einzuschleichen. Bei Mélanie ist es der Löwenprinz, eine Facebook-Bekanntschaft. Eine Geschichte aus Frankreich, die viele miteinander verbindet.

Sammelabschiebung nach Afghanistan

Information vom Brandenburger Flüchtlingsrat:

Liebe Kolleg_innen und Berater_innen, liebe Aktive und Interessierte,

am kommenden Montag oder Dienstag (24. oder 25.04.2017) wird aller Voraussicht nach eine erneute Sammelabschiebung nach Afghanistan erfolgen, wobei unklar ist von welchem Flughafen der Sammelcharter starten wird. Bisher liegen uns keine Informationen darüber vor, ob Personen aus Brandenburg davon betroffen sein werden. Solltet ihr Informationen über in Abschiebehaft befindliche Personen aus Afghanistan oder sonstige Hinweise darauf haben, dass auch Menschen aus Brandenburg betroffen sein könnten – dann meldet euch bitte bei uns.

Der Bayerische Flüchtlingsrat weist auf folgende Informationen hin, die auch für euch hilfreich sein könnten:

Informationen über die Rechte potentiell Betroffener: http://www.fluechtlingsrat-bayern.de/material-507.html

Hier gibt es Informationen gegen die Angst, auch auf Dari und Paschtu >>>

Eine Stellungnahme zur möglichen Strafbarkeit von Ehrenamtlichen bezüglich Beihilfe zum illegalen Aufenthalt gibt es hier >>>

Beste Grüße,
Kirstin Neumann

http://www.fluechtlingsrat-brandenburg.de/

PRO ASYL: Petition zu Familiennachzug

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Viele Flüchtlinge in Deutschland sind gezwungen, lange Zeit von ihren Familien getrennt zu leben. Die Situation ist unerträglich und muss geändert werden. Appellieren Sie mit uns an die Abgeordneten des Deutschen Bundestages!

>> Petition hier unterzeichnen <<

Demnächst wird sich der Deutsche Bundestag erneut mit der Frage des Familiennachzugs zu hier lebenden Flüchtlingen befassen. Der Nachzug zu subsidiär geschützten Flüchtlingen ist bis März 2018 komplett ausgesetzt – mit fatalen Folgen. Während ein Familienmitglied in Sicherheit ist, müssen die anderen um ihr Leben fürchten.

Der Deutsche Bundestag entscheidet nun, ob diese erzwungene Trennung von Flüchtlingsfamilien beendet wird. Am 27. April liegen dem Parlament entsprechende Gesetzesentwürfe und Anträge der Fraktionen Bündnis 90/Die Grünen und Die Linke zur Abstimmung vor.

Auch anerkannte Flüchtlinge müssen um ihre Familienmitglieder bangen. In den deutschen Botschaften in Amman, Beirut oder Ankara dauert es viele Monate, bis die Menschen überhaupt nur einen Termin zur Vorsprache erhalten. Bis zur Visumerteilung vergehen dann weitere Wochen und Monate, in denen die Familien getrennt sind.

PRO ASYL fordert die Abgeordneten dazu auf, die inhumane Trennung von Flüchtlingsfamilien zu beenden, und hat eine öffentliche Petition gestartet.

Seminar: Die Türkei nach dem Referendum

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Datum: Samstag, 06.05.2017
Uhrzeit: 10.00-17.30 Uhr

Ort:
Treffpunkt Freizeit
Am Neuen Garten 64
14469 Potsdam

Bei dem Referendum über die Einführung eines Präsidialsystems steht in der Türkei nichts Geringeres zur Wahl als die Restrukturierung des Staates. Wir wollen die gegenwärtigen Spannungen in der Türkei jenseits von Verschwörungstheorien verstehen. Vor dem Hintergrund des autoritären Sicherheitsdenkens und neoliberalen Gesellschaftsmodells in der Türkei befassen wir uns mit den vielfältigen Facetten der jüngsten Entwicklungen.

Im Mittelpunkt stehen folgende Fragen: Wie können wir die gegenwärtigen Entwicklungen in der Türkei im historischen Kontext verstehen und sie mit Blick auf die globalen und regionalen Veränderungsprozesse erklären? Wer sind die Akteure, welche Motivationen liegen ihren Handlungen zu Grunde und welche politischen Ziele verfolgen sie? Welche Perspektiven sind (noch) vorhanden für eine demokratische Zivilgesellschaft?

Dieses Seminar richtet sich speziell an ehrenamtlich Engagierte in der Flüchtlingsarbeit, bei NGOs, politischen Organisationen und Parteien, sowie Vereinen.

Dr. Mehmet Gökhan Tuncer ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Sozialwissenschaften an der Humboldt Universität zu Berlin im Fachbereich Vergleichende Demokratieforschung und Politische Systeme Osteuropas. Er hat zum Thema der Ausbreitung neoliberaler Gouvernementalität in der Türkei promoviert und gibt in der Türkei sowie in Deutschland Seminare zur politischen Lage in der Türkei.

Dr. Alphan Tuncer promovierte nach dem Masters Studium der Internationale Beziehungen an der School of Oriental and African Studies (University of London) an der HU Berlin über die Transformation der türkischen Gesellschaft und ihre Außenpolitik während des Kalten Krieges. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören die Innen- und Außenpolitik der Türkei, die Außenpolitik der MENA-Region (Nahost und Nordafrika) und EU-MENA Beziehungen.

Teilnahmebedingungen:
Seminarbeitrag 40 Euro
Eine verbindliche Anmeldung per Email unter anmeldung@boell-brandenburg.de ist erforderlich.

Die Veranstaltung finden Sie hier auf Facebook und im Kalender der Heinrich-Böll-Stiftung Brandenburg.